RAG Doku: „We Almost Lost Bochum“ – Interview mit den Filmemachern Julian Brimmers & Benjamin Westermann

5. Juni 2020  By Marie 


Pahel Aphroe Wiz

Pahel, Aphroe & Wiz; Foto: (c) mindjazz pictures

RAG zählt als eine der wichtigsten Rap Crews der 90er Jahre mit einer bewegenden Geschichte über Freundschaft, Leben und Tod. Und das Ruhrgebiet. 20 Jahre nach Veröffentlichung ihres Klassikers „Unter Tage“ ziehen sie Bilanz. Mit nur zwei LPs im Gepäck haben Aphroe, Pahel, Galla und Mr. Wiz dem großen Deutschrap-Boom Ende der 90er ihren Stempel aufgedrückt.

Zwei Jahrzehnte später begleitet der Film „We Almost Lost Bochum“ die ehemaligen Mitglieder vom tiefsten Ruhrgebiet bis nach Washington D.C., dokumentiert ihre ersten Konzerte nach 15 Jahren Bühnenabstinenz und beleuchtet den tragischen Tod des RAG-Mitglieds Galla.

Wir haben uns mit den beiden Filmemachern Julian Brimmers & Benjamin Westermann über ihre Hip-Hop Wurzeln, die Produktion des Films und viele weitere Themen unterhalten. Am Ende des Beitrags erfahrt ihr auch, wann und wo ihr euch den Film demnächst in einem (Auto)kino in eurer Nähe anschauen könnt!

Short Facts // We Almost Lost Bochum

  • Länge: 100 Minuten
  • Mit dabei: RAG, Stieber Twins, Jan Delay, Kool Savas, STF, Curse, Creutzfeld & Jakob, Wolfgang Wendland, Retrogott, MC Rene uvm.
  • Mit Musik von: Lucrecia Dalt, Deradoorian Claude Speed, Hade, Milan W, Local Standard Time, Hodini und DWFL
  • Verleih: mindjazz pictures
  • Ein Dokumentarfilm von: Julian Brimmers & Benjamin Westermann
  • Weitere Informationen: mindjazz-pictures.de/we-almost-lost-bochum

Filmplakat & Trailer

We Almost Lost Bochum Film

Filmplakat: „We Almost Lost Bochum“

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Interview

Ihr hattet anfangs gar nicht geplant, eine komplette Geschichte in Spielfilmlänge zu drehen. Wie lange hat es von der ersten Idee bis zum fertigen Film gedauert?

Ben: Insgesamt hat es etwa vier Jahre gedauert, bis der Film komplett fertig war. Wir hatten aber immer wieder lange Pausen in der Produktion, weil wir zunächst alles selbst finanziert haben und manchmal die Terminfindung einfach schwierig war. Darüber hinaus ist die Geschichte auch mit jedem Dreh gewachsen. Sobald wir das eine im Kasten hatten, tat sich plötzlich ein neuer Strang auf, den wir erzählen wollten.

Julian: Dazu kann man erwähnen, dass der Film komplett in unserer Freizeit entstanden ist, also an Wochenenden, im Urlaub und in unzähligen Sessions mit Ben, mir und unseren Freunden Joschka Bauer und Henrik Büren nach Feierabend. Das hat sicher auch zur relativ langen Produktionszeit beigetragen. Wobei es ab einem bestimmten Punkt schon alles ziemlich flott ging.

Über ‚Juice‘ oder ‚All Good‘ hattet ihr ein umfangreiches Wissen über RAG als wichtige und nachhaltige Band des Ruhrgebietes und wolltet dieses Wissen gerne aufbereiten. Wollt ihr euch mit der Doku auch an jüngere Hip-Hop Fans richten und ihnen diesen Teil der Deutschrapgeschichte näher bringen?

Julian: Für die ‚Juice‘ und ‚All Good‘ habe ich ja viele Jahre selbst geschrieben, allerdings weniger über Deutschrap. Aber ich habe für ‚All Good‘ einmal ein mehrteiliges Interview-Feature über Put Da Needle to da Records – Peter Sreckovics Label, auf dem unter anderem RAG und Kool Savas veröffentlich haben – gemacht.

Unser Wissen bzw. unsere emotionale Bindung zur Musik von RAG kommt aber tatsächlich aus dem klassischen Teenager-Fantum. Ben und ich sind zusammen am Niederrhein mit der Musik von RAG groß geworden. Als „Unter Tage“ rauskam war ich 12 und durch meinen Bruder bereits mit Hip-Hop sozialisiert. Ein Freund hatte dann die RAG CD gekauft und wir haben wochenlang nichts Anderes gehört.

Ben: Wenn es uns gelingt, jüngere Fans anzusprechen, freut uns das natürlich. Wenn man jetzt gerade unter 25 ist, kann man sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, dass deutschsprachige Hip-Hop-Musik mal nicht die Charts bestimmt hat. Unsere Motivation war es aber in erster Linie, die Geschichte von RAG überhaupt zu erzählen, da vieles aus diesen Jahren eben noch nicht dokumentiert wurde.

Julian: Dabei war uns wichtig, keinen rein nostalgischen Film zu machen, sondern aufzuzeigen, wie sich a) diese vier Künstlerbiografien entwickelt haben und b) wie deutscher Rap um die Jahrtausendwende einen kulturellen Schlüsselmoment erlebt hat. Das wollten wir auf eine Art und in einer Stilistik machen, die niemanden ausschließt.

Man muss kein RAG-Fan sein oder aus dem Pott kommen, um die Geschichte nachfühlen zu können. Das ist glücklicherweise auch das Feedback, das wir von Szene-fremden Leuten oder Zuschauern aus dem Ausland bekommen haben.

Aphroe Wiz

Aphroe & Wiz; Foto: (c) mindjazz pictures

Rein narrativ könnte man einen Bezug zu anderen Musikdokus herstellen wie „Searching for Sugarman“ oder „Buena Vista Social Club“. Habt ihr euch an anderen Dokumentationen orientiert und gibt es ein filmisches Projekt, was ihr aktuell richtig abfeiert?

Julian: Zu Wim Wenders’ „Buena Vista Social Club“ vielleicht eher weniger – aber Filme wie zum Beispiel „Anvil“ oder „A Band Called Death“ erzählen wohl vergleichbare Geschichten. Strukturell hat vielleicht auch die A Tribe Called Quest-Doku „Beats, Rhymes & Life“ ähnliche Momente – auch wenn sich deren Story natürlich auf einer ganz anderen Fallhöhe des Ruhms abspielt.

Ben: Narrativ kann man den Bezug auf jeden Fall herstellen. Aber direkt haben wir uns nicht an anderen Filmen orientiert. Rein ästhetisch war uns schnell klar, wo wir hin wollten. Da wir beide aus der Nähe vom Ruhrpott kommen, hatten wir schnell einen Ansatz gefunden, die Industrielandschaft erzählerisch mit RAG zu verweben und dem Film den entsprechenden Look zu geben. Wir haben auch im Schnitt viel experimentiert und hin und her geschoben, bis die Geschichte endlich rund war.

Der letzte Film, der mich komplett aus der Bahn geworfen hat, war auf jeden Fall „Midsommar“. Keine leichte Kost, aber für mich jetzt schon ein Classic.

Julian: Filmische Projekte, die ich richtig abfeiere zurzeit: Wie wahrscheinlich jedes 90s Kind halte ich „The Last Dance“ über die letzte Saison von Michael Jordan für die Chicago Bulls für eine willkommene Binge-Option. Auch wenn da jetzt erste Kritik an Michael Jordans Rolle innerhalb der Produktion laut wird… mir hat das jedenfalls großen Spaß gemacht. Der Music Supervisor hat da auch wirklich gute Arbeit geleistet.

„Atlanta“ kann ich auch nur jedem Rap-begeisterten Serienfan ans Herz legen. Die letzte „Curb Your Enthusiasm“-Staffel war auch wieder echt eine der besseren.

Jan Delay

Jan Delay; Foto: (c) mindjazz pictures

„We almost lost Bochum“ zeigt einige Archivaufnahmen, zum Beispiel von TV-Auftritten, aber auch private Aufnahmen. Wie seid ihr an das Material gekommen?

Ben: Die Archivteile kann man zu großen Teilen auf YouTube finden. Das meiste stammt von Viva Freestyle, der ersten Hip-Hop Sendung im deutschen Fernsehen. Kann man alles bei Aggro TV weg-bingen, wenn man zu viel Zeit hat. Als wir wussten, was wir brauchen, haben wir uns das alles vom Rechteinhaber lizenzieren lassen.

Die privaten Aufnahmen stammen aus dem Umfeld der RAG Jungs. Es waren fast alles DV-Tapes die Galla selbst gefilmt hat. Die Bänder kamen über 50Svenz, Rheza und Gurbet Erbulan, Gallas ehemaliger Partnerin. Das Material zu sichten war natürlich total spannend für uns, weil sie einen direkten, ungefilterten Einblick in das Tourleben oder die Studiosessions der Band gewähren.

Julian: Ansonsten hat auch Pahel mit Material aushelfen können. Den nannten sie damals wohl immer den „Archivator“.

Pahel

Pahel & Wiz auf der Bühne, Foto: (c) mindjazz pictures

Ich habe gehört, dass die verbliebenen RAG-Mitglieder anfangs gar nicht so begeistert waren, als ihr mit eurer Projektidee an sie herangetreten seid. Wie hat sich das Verständnis des Projektes und die Begeisterung dafür geändert?

Julian: Ich glaube, das lag an zwei Dingen: erstmal gibt es sicher eine sehr logische Grundskepsis darüber, dass jemand, den du wenig bis gar nicht kennst, fragt, ob er mal in deiner Vergangenheit und Gegenwart rumwühlen dürfe. Und zweitens gab es seitens der Band sicher auch die Sorge, dass man die tragischen Aspekte der Bandgeschichte unangenehm zur Schau stellen könnte.

Ich kann natürlich nicht für die Band über ihre Beweggründe sprechen, aber beides finde ich nach wie vor total nachvollziehbar. Das Vertrauen, zumindest mal anzufangen und etwas zu drehen, hatten wir recht schnell, denke ich. Und daraus hat sich über die Jahre eine tolle Zusammenarbeit entwickelt.

RAG Konzert

RAG Konzert, Foto: (c) mindjazz pictures

Was habt ihr bisher für Rückmeldungen aus der Hip-Hop Szene zur Doku bekommen? Wie kommt die Geschichte in der Szene an?

Julian: Bislang ist das Feedback durchweg positiv, was uns wirklich eine Menge bedeutet. Es ist fast schon unheimlich, wer sich alles zu Wort gemeldet hat und was für tolle Anekdoten wir bekommen… nicht nur von Leuten wie Casper, Falk Schacht, Kool Savas, Eko, der Antilopen Gang oder Thorsten Nagelschmidt von Muff Potter, sondern auch von den Fans der Band, die den Film ja noch gar nicht sehen konnten.

Sogar Bobbito Garcia und Chairman Jeff Mao, zwei meiner all-time Vorbilder in Sachen Rap-Journalismus, haben ihn geschaut und sich begeistert gemeldet. Das ist alles wirklich toll. Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass viele dieser Geschichten noch nie öffentlich erzählt wurden.

Ben: Dass die Szene den Film so positiv aufnimmt, freut uns natürlich sehr. Wir bekommen aber auch von Leuten, die nichts mit Hip-Hop anfangen können, genauso positives Feedback. Das war auch ein wichtiger Punkt für uns als Filmemacher. Wir wollten den Film so erzählen, dass er für die Szene, aber auch darüber hinaus funktioniert. Die Beziehungen der Bandmitglieder lassen sich ja auch auf einer rein zwischenmenschlichen Ebene nachvollziehen.

Pahel & Wiz

Pahel & WIz, Foto: (c) mindjazz pictures

Ich arbeite für ein großes Sport- und Kulturfestival in der Metropole Ruhr und beschäftige mich aktuell viel mit dem urbanen Ruhrpott-Charme, wie man ihn beispielsweise an den alten Trinkhallen erlebt. Was verbindet ihr mit dem Ruhrgebiet und was macht für euch das Ruhrgebiet aus?

Ben: Da wir auch aus der Gegend kommen, war das Ruhrgebiet für uns immer ein prägender Ort. Duisburg, Oberhausen und Essen waren maximal 30 Minuten entfernt und natürlich besonders spannend, wenn im eigenen Dorf kulturell nicht soviel los ist außer Schützenfest und Scheunendisko.

Mehrere Freunde von mir sind später nach Essen gezogen, wo wir dann ständig unterwegs waren. Man will natürlich nicht in Klischees verfallen, aber die herzlich-schroffe Mentalität finde ich schon das Liebenswerteste am Pott.

Julian: Das stimmt, ich hatte auch kurz Sorge, ob man bei so einer Erzählung anfängt, irgendwelche Malocher-Klischees aneinander zu reihen. Ich glaube, das haben wir aber nicht gemacht. Und manche Klischees sind ja auch wahr, bzw. einfach Merkmale, die eine Region ausmachen. Die Tatsache, dass die Städte nahtlos ineinander übergehen und man mit so vielen Leuten auf engem Raum lebt, finde ich schon faszinierend.

Eines meiner Lieblinsgbilder im Film ist am Bunker in Bochum entstanden. Da ist vorne eine Trinkhalle mit kleinem Garten dran und die Plastikmöbel waren ramponiert, umgefallen und mit so rosa Blättern vom Baum übersät… da hatte ich schon so einen Moment, okay, Pott-Romantik ist real und ich bin für sowas auf jeden Fall anfällig.

RAG splash

RAG auf dem splash; Foto: (c) mindjazz pictures

Wie schafft ihr es, in der aktuellen Lockdown-Situation inspiriert und kreativ zu bleiben?

Ben: Da ich hauptberuflich Schnitt mache, bin ich eigentlich sowieso ständig handwerklich kreativ. Bisher sind mir zum Glück auch wenig Jobs weggebrochen und die Wochen sind voll mit Arbeit. Das hilft mir auf jeden Fall, nicht die Wände hochzugehen.

Julian: Das ist eine gute Frage und ein komplexes Thema. Irgendwie neigt man ja dazu, diese Krise zu einem Bootcamp zu verklären; endlich ist mal Zeit um James Joyce zu lesen und 1.000 Liegestütze am Tag zu machen und bla. Es gibt sicher viele, die das können. Aber, wenn man jetzt diese unfassbare kollektive Stresssituation nicht „gewinnbringend“ nutzt, um seinen Roman fertig zu schreiben oder für den Iron Man fit zu werden, sollte man sich ganz sicher nicht dafür fertig machen.

Ich denke aber, es hilft auch beim Kreativprozess eine Alltagsroutine einzuhalten. Also, jeden Tag aufstehen, Bett machen, zumindest streckenweise keine Jogging-Hose anhaben – so Sachen darf man durchaus auch als Erfolg werten. Hauptsache man hält die Nerven beieinander und wenn man daneben noch Muße hat, kreativ etwas auf die Beine zu stellen, dann ist das großartig.

Unstrittig ist jedenfalls, wie riesig der Stellenwert von Kunst und Kultur in Krisenzeiten ist – ohne Bücher, Musik, Wifi und Streaminganbieter wären wir wahrscheinlich alle durchgedreht.

Curse

Curse; Foto: (c) mindjazz pictures

Wer hat euch musikalisch großgezogen? Das Musikfernsehen? Wie viel Anteil hatten eure Eltern an eurer musikalischen Früherziehung?

Julian: Musik und Popkultur spielten und spielen in meinem Haushalt schon eine sehr große Rolle, ja. Durch meine Eltern wurde mir die Bedeutung von Musikkultur als Kind eindringlich bewusst gemacht. Die Tapes meines Bruders und seiner Freunde hatten großen Einfluss auf die Rap-Sozialisierung von mir und unserem Freund Henrik AKA HADE, der einen großen Teil des Soundtracks zum Film gemacht hat.

Musikfernsehen war auch extrem wichtig. Ich weiß noch, wie wir 1991 in einem Ferienhaus auf der Insel Ameland MTV UK bekamen – die Top 5 kann ich bis heute runterbeten (falls einer fragt: 1. Mr. Big, 2. Nirvana, 3. Chili Peppers, 4. Kiss, 5. Guns’n’Roses).

Mit Prä-Dating-Show-Ära-MTV, Viva und vor allem Viva2 aufzuwachsen, war prägend. Mein wichtigster Deutschrap-Moment im TV war – neben dem außer Konkurrenz laufenden Taktloss-Gig bei Supreme mit Falk – der Auftritt von Eins, Zwo bei Wordcup. Der, bei dem Dende im WWF T-Shirt performt hat.

Außerdem die Entdeckung, dass Wordcup 2005, als ich grade noch Köln gezogen war, auf dem Lokalsender Center TV lief – moderiert vom geschätzten Selcuk Erdogan und mit Ndilyo Nimindé an der Kamera. Die sind dann dort mit Rappern wie Lenny durch Köln flaniert. Mindblowing.

Ben:Den größten Anteil bei mir hatte ganz klar meine sieben Jahre ältere Schwester und ihr gesamter Freundeskreis. Die haben alles gehört von New York Hardcore bis Rave und Hip-Hop. So bin ich auch an meine ersten Tapes gekommen. Das war noch lange bevor wir überhaupt mehr als drei Programme empfangen konnten, von Musikfernsehen ganz zu schweigen.

Als es mit Fett MTV, Supreme etc. losging, weiß ich auch noch wie geflasht ich war, dass irgendwo in deutschen Großstädten junge Leute zusammen abhängen, Musik machen und so eine Art Szene formen. Die Beiträge sahen aus wie 411 Skatevideos mit übertriebenem Fisheye und 90er Videorauschen. Das war schon sehr faszinierend.

Stieber Twins

Stieber Twins; Foto: (c) mindjazz pictures

Wie informiert ihr euch heute über neue Musik? Wer kuratiert das für euch?

Julian: Allein Job-bedingt habe ich jeden Tag mit neuer (und alter) Musik zu tun und suche mir dementsprechend das meiste selbst zusammen. Von rein algorithmisch erstellten Recommendations halte ich wenig, auch wenn das natürlich ein komfortabler und legitimer Weg ist, neue Musik kennenzulernen. Ich verlasse mich sehr auf Hinweise meiner Freunde und Kollegen, habe es da durch mein Arbeitsumfeld aber natürlich auch leicht.

Bandcamp ist ein unschätzbares Tool, neue Musik abseits der Mainstream-Kanäle zu entdecken – und auch direkt zu bezahlen. Natürlich nutze ich Spotify und Youtube täglich. Ich lese sämtliche deutschen, US- und UK-Pop-Magazine (fast alle mittlerweile online natürlich) und höre mehrere Podcasts pro Woche, davon auch viele mit Musik-Bezug.

An Print-Magazinen lese ich fast nur noch das englische Wire Magazin, leider. Mein lieblings Rap-Blog ist „Passion of the Weiss“ aus LA – dort werden große Namen und Leute, die erst eine Single haben, mit der gleichen Sorgfalt behandelt. Die Independent-Online-Radio-Kultur ist ebenfalls eine verlässliche Quelle für neue Musik. Dublab in LA sowie der deutsche Ableger Dublab.de, Callshop Radio aus Düsseldorf oder NTS aus London sind da ganz gute Beispiele. Ansonsten verbringe ich immer noch sehr gerne Zeit im Plattenladen.

Ben: Also meine wichtigste Quelle ist definitiv Julian (lacht).

Nein, ohne Spaß, bei mir geht das auch fast nur über die Empfehlungen von Freunden. Für die Arbeit höre ich zwar auch ständig neue Musik, da muss ich aber oft danach entscheiden, was für das Produkt und den Kunden am besten ist und nicht, was ich am liebsten höre.

Pahel

Pahel und seine Familie

Autokino Termine // We almost lost Bochum

Wie geht es nun weiter mit der fertigen Doku? Wie und wo wird man „We almost lost Bochum“ gucken können?

Ben: Im Juni und Juli stehen mehrere Autokino-Screenings und eine Sondervorstellung in Köln an, und zwar:

  • 9. Juni – Autokino Kemnader See, Bochum/Witten
  • 21. Juni – Autokino Dortmund
  • 25. Juni – Autokino Recklinghausen
  • 10. Juli – Odeon Köln (im Rahmen der Kölner Kino Nächte)
  • 17. Juli – Autokino Wülfrath

Bis zum richtigen Kinostart haben wir auf jeden Fall noch ein paar Termine, die wir ankündigen können.

Julian: Im September kommt der Film in Kooperation mit mindjazz pictures in Deutschland, Österreich und der Schweiz ins Kino. So zumindest die Hoffnung – wir sind da guter Dinge, aber zurzeit muss man sich mit Prognosen ja etwas bedeckt halten.

In jedem Fall wird der Film ab September so oder so zugänglich gemacht werden. Falls es noch nicht ins Kino gehen kann, dann gehen wir erst auf die Streaming-Plattformen und holen die Kino-Tour nach. DVD/Blu-Ray wird es aller Voraussicht nach auch dieses Jahr noch geben.

Ben: Außerdem hat das Goethe Institut den Film für internationale Screenings in ihren Dependancen lizensiert. Da hoffen wir natürlich auch, dass sich das ein oder andere ergeben wird.

Galla

Rest in Peace Galla

Kool Savas

Kool Savas; Foto: (c) mindjazz pictures

Wolfgand Wendland

Wolfgand Wendland; Foto: (c) mindjazz pictures

RAG

RAG zu Gast bei MTV; Foto: (c) mindjazz pictures

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Marie
Marie ist gebürtige Hamburgerin und hat in ihrer Ausbildung als Veranstaltungskauffrau und im Studium der Populären Musik und Medien bereits viele Konzerte und Bands betreut. Mittlerweile ist sie in der PR-Branche des Ruhrgebiets angekommen und turnt auf Konzerten im und rund um den Pott herum.